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15 Min. Lesezeit Aktienanalyse

Das Unternehmen, das an jeder Schuld der Welt mitverdient

Das Unternehmen, das an jeder Schuld der Welt mitverdient

Stand: 4. August 2026

Es gibt eine Handvoll Geschäftsmodelle auf der Welt, die man nicht nachbauen kann. Nicht, weil sie technisch zu schwierig wären — sondern weil ein Gesetz, eine Anlagerichtlinie oder eine Bankenregulierung ausdrücklich den Namen des Anbieters verlangt.

Dieses Unternehmen ist eines davon. Es gehört zu einem Duopol, das seit über hundert Jahren existiert und dessen Marktanteil sich in dieser Zeit kaum bewegt hat. Es besitzt praktisch keine Fabriken, kaum Maschinen und hält weniger als 1,2 Milliarden Dollar an materiellem Kapital in den Büchern — aus dem es zuletzt 3,7 Milliarden Dollar operativen Gewinn erzeugte. Die Rendite auf das tatsächlich gebundene Sachkapital liegt damit jenseits von 250 Prozent.

Im Februar dieses Jahres verlor die Aktie fast ein Viertel ihres Werts. Der Markt fürchtete, steigende Zinsen und geopolitische Eskalation würden die Anleiheemissionen einfrieren und damit die Haupteinnahmequelle austrocknen. Dann kam das zweite Quartal: Umsatz plus 15 Prozent, operative Marge auf 47,9 Prozent gestiegen, Prognose angehoben, Rückkaufprogramm auf drei Milliarden Dollar aufgestockt.

Wir haben dieses Unternehmen gegen unsere gesamte Kriterienliste laufen lassen — dieselbe Liste, an der in den vergangenen Wochen zwei der bekanntesten Technologiewerte des Marktes gescheitert sind. Es ist das erste seit Längerem, das jede einzelne Hürde nimmt: Kapitalrendite, Bruttomarge, Verschuldung, Zinsdeckung, Aktienvergütung, Bewertung.

Und trotzdem ist unser Fazit nicht „kaufen um jeden Preis". Es gibt eine Zahl, die knapp ausfällt — und einen Kurs, oberhalb dessen wir aussteigen würden, bevor wir eingestiegen sind.

Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von Freedom Capital Club oder den für Freedom Capital Club tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von Freedom Capital Club treffen. Freedom Capital Club und die für Freedom Capital Club tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen.