Zwei Dinge sind in den vergangenen zwölf Monaten gleichzeitig passiert, und sie passen nicht zusammen.
Das eine: Ein Unternehmen, das seinen Markt seit über zwei Jahrzehnten dominiert, hat seine Jahresprognose zweimal in Folge angehoben. Der wiederkehrende Umsatz im Kerngeschäft wächst zweistellig. Die operative Marge erreichte im letzten Quartal den höchsten Stand der Firmengeschichte. Die Bruttomarge liegt über 62 Prozent und ist in jedem der letzten fünf Jahre gestiegen. Auf jeden eingesetzten Dollar Kapital verdient dieses Unternehmen fast fünfzig Cent operativen Gewinn im Jahr. Die Bilanz ist praktisch schuldenfrei.
Das andere: Die Aktie steht 34 % unter ihrem Hoch, auf einem neuen 52-Wochen-Tief, bei der niedrigsten Gewinnbewertung seit elf Jahren.
Der Grund für den Abverkauf ist real – aber er liegt nicht in diesem Unternehmen. Er liegt in einer Kennzahl der Branche, die seit sechs Quartalen fällt, während die Zahlen des Unternehmens in die Gegenrichtung laufen. Der Abstand zwischen beidem beträgt aktuell elf Prozentpunkte. Genau dieser Abstand ist die Investmentthese – und zugleich der Punkt, an dem sie scheitern würde.
Wir haben die letzten elf Geschäftsjahre durchgerechnet, die Kapitalrenditen bereinigt und einen fairen Wert bestimmt. Unser Kursziel liegt deutlich unter dem, was die Wall Street ausruft – und trotzdem klar über dem heutigen Kurs.
Welches Unternehmen das ist, warum wir jetzt kaufen und ab welchem Kurs wir es nicht mehr tun: in der vollständigen Analyse.