Es gibt Unternehmen, die im Chaos leiden. Und es gibt eine kleine Handvoll, deren Ertragskraft mit der Nervosität ihrer Kunden steigt. Das hier ist eines davon — und in den vergangenen Monaten hat der Markt es behandelt, als wäre das Gegenteil der Fall.
Innerhalb weniger Wochen verlor die Aktie fast dreißig Prozent. Nicht wegen enttäuschender Zahlen. Im Gegenteil: Während der Kurs einbrach, meldete das Unternehmen das zweite Rekordquartal in Folge, hob die Jahresprognose an und weitete die operative Marge auf über 65 Prozent aus. Ausgelöst hatte den Absturz eine einzige Entscheidung einer Aufsichtsbehörde — eine Entscheidung, die ein neues Konkurrenzformat legitimierte und die Anleger fragen ließ, ob hier gerade ein fünfzig Jahre alter Burggraben von außen umgangen wird.
Genau das ist die Frage, um die es in dieser Analyse geht. Ist die Angst berechtigt — oder hat der Markt ein Geschäft mit über 27 Prozent Kapitalrendite, Nettoliquidität in der Bilanz und einem faktischen Monopol auf sein wichtigstes Produkt für ein paar Wochen zum Ausverkaufspreis angeboten?
Wir haben nachgerechnet. Und dabei zwei Dinge gefunden, die in den gängigen Datenbanken schlicht falsch dargestellt sind.